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Banani's Blog/Freundschaft nach Trennung, Friendzone statt Liebe

Mein Name ist natürlich nicht Banani. Ich bin 18 Jahre alt und fange bald an, Psychologie zu studieren. Und ich beginne diesen Blog, weil ich gelesen habe, dass es helfen soll... Ich mache gerade eine Trennung durch und da ich endlich das ganze hinter mir lassen möchte, darf ich das, was in mir vorgeht auf keinen Fall verdrängen. Ich hatte gestern schon angefangen, meine Gedanken und Gefühle irgendwie zu ordnen. Aber da das alles gelöscht wurde, muss ich von vorne anfangen:

 Mein Exfreund (autsch) und ich haben uns vor zwei Wochen getrennt. Er war meine erste große Liebe. Meine einzige bis jetzt. Und der beste Freund, den ich je hatte. Wir konnten über alles reden... Und hatten so viel Spaß zusammen... Es ist so scheiße, dass alles so gekommen ist... Ich liebe ihn immernoch... Und er mich vielleicht auch, aber das kann ich nicht genau wissen... Es tut weh, zu wissen, dass er nicht mehr zu mir gehört... Und ich nicht mehr zu ihm. Wir waren uns so nah... Und jetzt haben wir seit etwas mehr als einer Woche keinen Kontakt mehr...

Aber die Trennung war mehr oder weniger unumgänglich... Unvermeidbar. Wir hatten um genau zu sein 2  Beziehungen. Die erste dauerte ca 5 Monate. Darauf folgten 2 oder 3 Monate Trennung. Er hatte damals Schluss gemacht, weil er dachte, dass er mich nicht mehr liebt... Und ich machte die Hölle durch... Nach 2 Monaten (in denen wir immer wieder mal Kontakt gehabt hatten) kam er an und wollte mich zurück. Meinte, er bereue alles, habe gemerkt, dass er mich doch liebt und zu sehr vermisst... Ich hab es ihm nicht leicht gemacht, aber letztendlich gab ich ihm die 2. Chance. Ich glaubte, dass er sich ändern kann, wenn man ihm nur die Chance dazu gibt... Und dann waren wir weitere 9 Monate zusammen. 9 wunderschöne Monate, in denen ich es fast geschafft hatte, mein Vertrauen in die Beständigkeit seiner Gefühle wieder zu finden... Und dann der Knall: er gesteht, dass er wieder die gleichen Ängste hat wie vor genau einem Jahr. Er liebe mich zwar aber wahrscheinlich zu wenig, um mir treu zu bleiben... Und gesteht mir, dass er das gemerkt hat, weil er mich betrogen hat. Er hat eine andere geküsst... Und es wäre wohl noch weiter gegangen, wenn nichts dazwischen gekommen wäre... Und das, genau das hatte ich schon lange gefürchtet. Eigentlich schon immer... Seine Vergangenheit vor unserer ersten Beziehung war voll von Untreue und Lügen seinerseits... Und er bereuht all das, das weiß ich. Er ist kein schlechter Mensch... Es wäre viel einfacher, wenn er das wäre! Aber er ist eigentlich sogar der beste Mensch, den ich kenne. Er ist nur gefangen in einem Muster, das immer wieder auftaucht, sobald er sich in einer Sache unsicher wird. Und ich kann ihm da nicht mehr helfen, so sehr ich ihn auch liebe... Aber er hat mich tief verletzt und ich könnte ihm nach allem (die erste Trennung mit eingeschlosssen) nie mehr vertrauen. Eine Beziehung ist nicht mehr möglich und da sind wir uns einig... Er wird sich nicht für mich ändern können. Ich kenne ihn. Und ich weiß, dass er sehr viel an sich zu arbeiten hat, um überhaupt irgendwann sich selber eine Beziehung zutrauen zu können. Er hat mich immer gut behandelt, mir nie weh getan. Außer diese zwei Male... Und ich kann ihm einfach nicht böse sein. Er ist nur ein Opfer seiner eigenen Unsicherheit. Und ich bin als Beteiligte nicht dazu fähig, ihm zu helfen... Ich bin ein Faktor seiner Unsicherheit, weil er mich nie verletzen wollte. Und das heißt, dass ich ihn mit unter Druck setze. Ich kann ihm nur helfen, wenn für mich selber nichts außer sein eigenes Glück auf dem Spiel steht.

 

Er ist im Moment nicht mein bester Freund. Und ich auch nicht seiner... Denn im Moment müssen wir da alleine durch. Aber das war er die letzten zwei Jahre lang. Und egal, ob Liebe oder nicht... Er ist mir wichtig. Als Mensch. Und ich hoffe so sehr, dass wenn das ganze Chaos in mir drin irgendwann vorbei ist, wir wieder Freunde werden können.

Ich habe gelesen, dass das schwierig werden kann, wenn nicht beide mit der Trennung abgeschlossen haben... Aber ich gebe mein bestes, das zu tun und für mich steht fest, dass ich ihn nicht wieder zurück haben will. Ich hoffe, dass er auch in drei Monaten noch meiner Meinung ist, denn darüber geredet, dass wir das mit der Freundschaft versuchen wollen, haben wir schon und sind uns eigentlich einig. Nur habe ich Angst, dass er das vielleicht nicht schafft... Das hat er jedenfalls letztes Jahr nicht... Aber jetzt liegen die Karten anders. Ich denke, dass wir beide seitdem klüger geworden sind.

Ich wünsche mir, dass das ganze funktionieren wird. Denn, wenn es funktioniert, dann könnten wir eine der schönsten Freundschaften  führen, die möglich ist. Wir kennen uns pur. Haargenau so, wie wir sind. Wir haben uns in Momenten erlebt, in denen uns sonst kein Mensch je nahe war. Kennen uns von unseren schönsten und hässlichsten Seiten. Und können offen miteinander reden. Und wenn alles so läuft, wie es laufen soll, dann wird niemand verletzt. Eine Freundschaft hat nur positive Seiten. Vielleicht ist eine Freundschaft keine niedrigere Ebene, keine Degradierung einer Beziehung... Vielleicht ist sie sogar eine Beförderung. Eine höhere Ebene einer zwischenmenschlicher Beziehung.

 

So. Jetzt hab ich die ganze Geschichte nochmal aufgeführt, die mir gestern abhanden kam. 

23.9.15 21:17

Letzte Einträge: Trennung überwunden - Life still goes on.

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Renasia / Website (24.9.15 10:53)
Ich glaube Freundschaft funktioniert erst, wenn keine Gefühlemehr im Spiel sind.

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