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Trennung überwunden - Life still goes on.

Hallo liebe Leute!

 

Life still goes on. Ja, so ist das. Die Trennung von meinem Ex ist jetzt fast 2 Monate her. Es kommt mir schon wie eine Ewigkeit vor, denn seitdem hat sich meine Sicht auf die Dinge gefühlte 100mal gewandelt. Hin und her und wieder hin und schließlich ist sie ganz woanders gelandet. 

Ich hatte, als ich das letzte Mal geschrieben habe, keinen Kontakt mit ihm. Das ist jetzt einen Monat her! Keinen Kontakt mehr zu haben, war mir zuerst unheimlich schwer gefallen. Jedoch dann zunehmend leichter. Nach einem Monat ohne Kontakt fühlte ich mich endlich wieder frei! Das lag auch daran, dass ich wieder angefangen hatte, mein Leben in die Hand zu nehmen und Neues zu unternehmen und neue Menschen kennenzulernen. Und da mein Leben wieder so spannend war, drehte es sich immer weniger um "K" und um die Trennung. Pure Freiheit.

Als ich dann, nachdem ich einen wundervollen Tag mit neugefundenen Freundinnen verbracht hatte, auf dem Heimweg war, überkam mich die Idee, dass ich eigentlich bereit wäre, den Kontakt mit K wieder aufzunehmen. Und dies war das erste Mal, dass es sich nicht um ein Bedürfnis, um eine Sehnsucht gehandelt hatte, sonder einfach um eine Idee. Es handelte sich zum ersten Mal um nichts anderes. Diese Erkenntnis über die Wandlung, die mein Gefühlsleben innerhalb dieses Monats gemacht hatte, beflügelte mich umso mehr!

Also schrieb ich ihn am selben Abend an. Und wir skypten 1,5 Stunden miteinander. Er war erstaunt gewesen, dass ich mich so früh gemeldet hatte. Ich ahnte, dass er vielleicht noch etwas Zeit bräuchte. Doch als ich ihm anbot, ihm noch Zeit zu lassen, lehnte er ab. Wir redeten viel an dem Abend. Wir waren offen füreinander, redeten sogar übers Daten mit anderen. Und ich überraschte mich damit, dass mir der Gedanke daran, dass er sich mit anderen Mädchen trifft, nicht viel ausmachte und kein bisschen weh tat. Ich fühlte mich so gut.

Seit diesem Abend schreiben wir wieder jeden Tag miteinander. Auch das tägliche Guten Morgen und Gute Nacht. Das gefällt mir aber nicht so wirklich, glaube ich... Ich möchte nicht wieder abhängig werden. Aber seitdem ich angefangen habe, mich besser zu fühlen, geht es bergauf. Ich hatte zwischendurch Momente, in denen ich doch noch traurig wurde über all die Veränderungen in unserer Beziehung zueinander. Aber jedes Mal, nachdem ich wieder scheinbar einen Schritt zurück gemacht hatte, machte ich einen riesigen Schritt nach vorne. Ich lasse immer mehr los. Auch das Bedürfnis, die Freundschaft noch so eng zu halten, lässt immer mehr nach. Er ist mir nach wie vor wichtig. Aber mir sind viele andere Dinge und auch Menschen wichtiger geworden. 

Das liegt vor allem an einer Sache: Ich habe mich aus Neugierde am Unbekannten bei einer Art Dating-App angemeldet. Einfach, um das Single-Sein zu entdecken.  Ich schreibe somit im Moment vermehrt mit anderen Jungs, auch potenzielle Beziehungskandidaten sind dabei. Aber auch einfach welche, die zu meinen engeren Freunden gehören. Außerdem war ich auf ein paar Studentenpartys und lerne langsam, zu flirten. Und es macht mir Spaß! Und durch diese neuen Bekannschaften und Erfahrungen fällt mir vor allen Dingen eins auf: die Jungs mit denen ich schreibe und rede interessieren sich tatsächlich für mich! Sie fragen mich, wie es mir geht, was ich mache, wie mein Tag war. Und was viel wichtiger ist: sie gehen darauf ein und wir betreiben tatsächlich Konversation. Und dadurch wurden mir die Augen geöffnet! Denn mit K hatte ich solche Art von Gesprächen relativ selten. Wir haben viel miteinader geredet und Spaß gehabt. Aber mir wird durch den Kontrast zu anderen Gesprächen auf einmal bewusst, dass ich zwar auf K immer eingegangen bin und mich immer interessiert habe, er aber im Vergleich dazu selten tatsächlich für mich und meine Interessen. Und das ist auch jetzt so. Ich merke an unseren Chatverläufen, dass er kaum fragt, was ich tue, wie es mir geht etc. Und wenn er es doch tut, er aber nicht tiefer darauf eingeht, so wie ich es immer tu. Es kann sein, dass meine Erinnerung verzerrt ist und es früher anders war aber ich erinner mich an viele Male, bei denen ich nicht wirklich zu Wort kam bzw er einfach nicht auf mich einging... Ich merke jetzt erst, wie einseitig das ganze teilweise war. Und ich weiß jetzt, dass ich einen Anspruch darauf habe, dass man sich auch für meine Interessen interessiert! Denn andere tun das! Er nicht. Ich habe mehr verdient und das werde ich mir auch nehmen. Ich merke erstmals, dass es bessere Typen als ihn gibt und dass ich bessere Freunde als ihn habe. Und, dass ich Besseres verdient habe.

Ich mag ihn nach wie vor und ich glaube, dass er sich vielleicht auch noch nicht sicher genug fühlt in unserer neuen Art von Beziehung zueinander, um wieder Interesse zu zeigen. Aber ich glaube, dass das mit der "besten Freundschaft" auch zur Vergangenheit gehört. Denn ich glaube, ich habe mich in vielem getäuscht. Ich habe ihn sehr idealisiert und mich zu sehr aufgeopfert. Mittlerweile sehe ich unsere Beziehung ganz anders als noch vor zwei Wochen. Und auch ihn als Menschen. Und vor allem unsere Perspektive auf eine gute Freundschaft. Ich überlege sogar mittlerweile, den Kontakt schleifen zu lassen und den Dingen ihren Lauf zu lassen. Denn solange er sich nicht dafür interessiert, wirklich Inhalt in unsere Freundschaft zu bringen und noch nicht für Treffen bereit ist, sehe ich da keinen Sinn hinter, länger so zu tun, als würde alles wie gewollt funktionieren.

Ich werde ab jetzt nicht mehr zwanghaft an ihm festhalten. Die Gefühle für ihn verschwinden immer mehr und es stellt sich eine Art Gleichgültigkeit ein. Vielleicht auch als Resultat der Enttäuschung über ihn und unsere vermeintliche Freundschaft.

25.10.15 02:06

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